Bericht

Väterwochende 2015


Zehn Väter und zwei Betreuer trafen sich am Freitagabend zum Väterwochenende der Kinderkrebshilfe Schweiz in einem schönen Hotel in Wengen oberhalb des Lauterbrunnentales.

Am Anreisetag erwartete uns abends ein kerzengesäumter Pool im Wellnessbereich. Naja, auf heimelig-romantisches Baden stand mir nun nach dem Arbeitstag nicht der Sinn, ich freute mich eher auf das gute Abendessen nach dem Kennenlern-Apero in der Bar. Der gesellige Abend schloss mit Dartspiel und Töggelen in der überschaubaren Ausgehmeile von Wengen.

Der Samstag begann mit der Auffahrt zum Männlichen, wir fanden uns in 2223 Meter in einer quasi arktischen Zone wieder. Schneefall, Graupel und dichter Nebel schlugen uns entgegen. Es mag bezeichnend sein für unsere Situation: keiner von uns Vätern brach die Übung ab, keiner verkroch sich in eine warme Hütte, niemand jammerte. Nach einem Kaffee oder warmer Ovi am Berg oben nahmen wir den Panoramaweg zur kleinen Scheidegg in Angriff. Ein einsames Grüppchen, das sich im Schneeregen seinen Weg durch den Nebel bahnte. Die erfahreneren Berggänger erklärten, welche Berge man hier theoretisch sehen könnte - soviel zum Thema Panoramaweg. Man war allein unterwegs an diesem Tag, weit und breit keine Touristen zu sehen.
Nach dem Mittagessen auf der kleinen Scheidegg stiegen wir hoch bis fast zum Start der Lauberhornabfahrt und danach die Abfahrt entlang ins Tal. Bis Wengen zum Hotel zurück kamen so ca. 14 km und immerhin 1200 Höhenmeter Abstieg zusammen, die zumindest dem Schreiber doch in die Knochen gingen. Nach einer Ruhepause am späteren Nachmittag wurde beim Nachtessen angeregt über die schwierigsten Stellen der Abfahrt gefachsimpelt, Hundschopf, Wasserstation und Österreicherloch waren in aller Munde.

Nach dem Morgenessen am Sonntag war schon das Checkout angesagt. Alle pünktlich am Bahnhof verteilten wir uns nach kurzer Bahnfahrt in Lauterbrunnen in die abgestellten Autos und fuhren zu den Trümmelbachfällen. Die enormen Mengen Gletscherwasser der Eiger-Mönch-Jungfrau-Riesen schiessen durch enge Kanäle und Rinnen mit unfassbarer Geschwindigkeit. Das dunkle Gestein scheint stellenweise so glattpoliert und glänzend zu sein, als wäre es schwarzes Porzellan.

Von Lengwald im hinteren Talteil aus via Gimmelwald, Mürren und Birg ging es immer noch am Vormittag nun zwei Kilometer in die Höhe aufs Schilthorn. Zu unserem Leidwesen auch wieder in ein völlig anderes Klima. Das sonnige Herbstwetter vom Tal wechselte zum uns leidlich bekannten eisigen Nebel. Sichtweite nahe Null. So blieb nur die Besichtigung der James Bond-Hinterlassenschaften im Museum, die unsäglichen Souvenirs im Laden oder etwas innere Einkehr und Ruhe angesichts des Kontrastes der alpinen Abgeschiedenheit und der intensiven touristischen Erschliessung des Schilthorns. Das gemütlich-warme Mittagsmenü im Drehrestaurant erdete uns wieder bei angenehmen Gesprächen.

Noch nicht ganz unten im Lauterbrunnental, in Mürren beim letzten Kaffee vor dem Abschiednehmen, war dann Sonnenschein angesagt im Angesicht einer bezaubernden Bilderbuchlandschaft mit malerisch bunt und zerbrechlich vor majestätisch umwölkter Bergkulisse schwebenden zahlreichen Gleitschirmfliegern.

Im Namen der ganzen Mannschaft ein herzliches Dankeschön an die stets aufmerksamen Betreuer und umsichtigen Organisatoren des Väterwochenendes, Sebastiano Rossi und Tobias Studiger. (Bericht von Peter Zistler)
 

 

Kinderkrebshilfe Schweiz
Florastrasse 14
4600 Olten
Tel. 062 297 00 11
Fax 062 297 00 12
info@kinderkrebshilfe.ch

PC-Konto 50-1225-5
IBAN CH70 0900 0000 5000 1225 5

Tim und Lily Portal