Bericht

Over-size happy faces


DIE Woche :-) für krebsbetroffene Jugendliche 2014 gehört leider schon der Vergangenheit an. Die Tage in Tschamut waren voll. Voll von Gutem. Nun sind wir wieder Zuhause und das Zurückblicken bringt auch eine gewisse Wehmut mit sich. Es war so schön!

Wie immer reiste ich mit dem Zug. Mit jedem Stopp wurde die Reisegruppe grösser. In Arth-Goldau stiess auch noch Ruedi zu uns. Der Mann, der DIE Woche :-) in Bildern festhält und uns alle, wenn wir es nötig haben. Es war auch Ruedi, der mir vor ein paar Jahren sagte: „Du brauchst keine Berührungsängste mit Krebsbetroffenen zu haben, es sind doch einfach Menschen. Vielleicht ein bisschen mehr Mensch, als wir es gewohnt sind.“

Wie oft ich auch wieder in Tschamut an diesen Satz gedacht habe. Es stimmt. Der Umgang der Jugendlichen und jungen Erwachsenen untereinander war wieder sehr nah und tief. Es ist als würden sie spüren, was das Gegenüber gerade braucht. Sei es eine Umarmung, ein Spruch oder ein Dasein ohne Worte. Obwohl sich einige das erste Mal begegnen, ist die Nähe von Anfang an vorhanden. Gleichgesinnte. Niemand braucht sich zu erklären. Einfach sein. Sich selber sein. Mensch sein.

Alles was ich über die Phasen der Gruppendynamik gelernt habe, kann man in Tschamut über Bord werfen. Da ist nichts mit Orientierung, Konfrontation und Kooperation. Wir starten jeweils gerade mit Phase 4 „Performing“ wie die Wachstums- und Arbeitsphase so schön auf Englisch heisst.

Auch für die Abschiedsphase braucht es Raum, dieser füllt sich am letzten Abend mit Tränen. Es sind Tränen des Abschieds, der Trauer, der Angst und der Rührung. Die Tränen sind da, wo die Worte fehlen und die fehlen am letzten Abend ganz oft. Weil es keine Worte dafür gibt, das Erlebte, das Gefühlte hinter sich zu lassen. Diesen Halt loszulassen.

Goethe schrieb in „Faust“: „Werd ich dem Augenblicke sagen, verweile doch, Du bist so schön.“ In Tschamut verweilt der Augenblick eine ganze Woche lang und die Bilder des Lieblingsmenschen Ruedi Hunziker beschreiben all das besser, als meine Worte.

Silvia Isgrò

Rückblick
Samstag:   Ankunft, Bergkristalle suchen, Tanzen (Choreografie üben)
Sonntag:    Dreharbeiten für den Videoclip zum Song „Happy“ von William Pharrell
Montag:      Graffiti-Workshop mit dem Künstler Pirmin Breu, Wildbeobachtung
Dienstag:    Outdoor-Tag mit Feuermenü und Hüttenbau
Mittwoch:   Glasperlen herstellen, Boshi-Mützen häkeln
Donnerstag:        Wellness-Oase mit Rückenmassage, Yoga
Freitag:      Banjo-Workshop, Pokerturnier
Samstag:   Abreise L

 

Herzlichen Dank…
…an alle, die mitwirken, spenden, mithelfen, Ideen bringen, unterstützen, vertrauen und einfach da sind. Dank Euch allen das Wunder des verweilenden Augenblicks.

 

Hier das Video HAPPY jetzt ansehen.

 

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Tim und Lily Portal