Bericht

Familienferien in Meiringen


Rapunzel? Der gestiefelte Kater? Balu der Bär? Captain Hook? Die Gäste des Hotels Sherlock Holmes  in Meiringen staunten nicht schlecht, als sich am ersten Oktober Wochenende Märchenfiguren von nah und fern dort versammelten.

Von fern und nah, kommen wir weit her
zu versammeln uns, im Märchenland!

Um zusammen stark und treu zu sein
Dass die Sonne lacht und über uns wacht!

Wir singen alle olle, wir singen alle olla
Von früh bis spät, singen alle olla

Während einer Woche erklang dieser Gesang täglich durch das Meiringer-Tal.
Dreizehn Familien trafen sich im Märchenwald, um eine Woche gemeinsam zu lachen, basteln und endlich wieder mal Zeit miteinander zu verbringen.

Schon am ersten Sonntagmorgen war Handgeschick und Kreativität gefragt – ein Hotel wie das Sherlock Holmes, unser Schloss und zu Hause für die nächste Woche, hat viele Türen, doch wie erkennt man denn sein eigenes Reich? Bewaffnet mit bunten Stiften, Glitzer und Leim gestalteten die Familien (unsere Bewohner des Märchenwaldes) ihre eigenen Türschilder. So verwandelte sich unser Reich in kürzester Zeit zu einem farbigen und heimischen Schloss! Nachmittags stellten die KKH-Märchenfiguren (Leiter) den teilnehmenden Familien einige Aufgaben. Um die wertvollen und wichtigen Zauberbrillen, die Zaubermützen und eine Schatzkiste zu erhalten, war neben Pfeil und Bogen auch Geschick im Turm bauen oder starke Beine für das Froschhüpfen gefragt. Der erste Tag in der KKH Märchenwelt war ein zauberhafter Start in eine ereignisreiche Woche.

Viele Zwerge auf der Mägisalp
Bei strahlend schönem Wetter rief die Natur der Meiringer Berge und wir folgten! Mit der Bahn auf die Mägisalp hinauf, suchten wir nach den Zwergen und lauschten der Geschichte vom Muggestutz! Muggenstutz ist der Haslizwerg auf der Mägisalp und gemeinsam mit der Zwergenexpertin erkundeten wir einen der beiden wunderschönen und erlebnisreichen Muggestutz Zwergenwege.  Sie erzählte uns von den Abenteuern des ältesten Haslizwerges und seinen Freunden und die Zeit verflog schnell – da fiel das Wandern auch gar nicht mehr schwer! Der eine oder andere Märchenbewohner hatte das Glück einen kurzen Blick auf einen Zwerg zu erhaschen – ein Foto konnte von den Zwergen leider nicht gemacht werden, da die Zwerge sehr sehr schnell sind. Zur Stärkung gab es Cervelat, Brot und Farmer: alles was das Wanderherz begehrt... Eine ordentliche Strecke legten die Märchenwald Bewohner an diesem Tag zurück und waren dementsprechend müde nach der Rückkehr im Hotel.  

Das Wetter war leider nicht immer auf unserer Seite. Tags zuvor noch die warmen Sonnenstrahlen genossen, zogen am Dienstag die Wolken auf. Doch den tapferen Bewohnern des Märchenwaldes machte das nichts aus. Gemeinsam zog die furchtlose Gruppe los um nach Rapunzel zu suchen und folgte den Spuren bis zur nahegelegenen Burg. Rapunzel hatte jedoch Mitleid mit uns und wir durften die gestellten Aufgaben im Märchenschloss lösen. In verschiedenen Zimmern war Geschick im Zopfflechten gefragt oder Kenntnisse verschiedenster Märchen gefragt, für jede gelöste Aufgabe erhielten die Bewohner eine Zaubermurmel, welche sie danach im Märchenwald gegen ein Leiterli-Spiel einlösen durften.

Musik und Lebkuchen-Häuschen
Die Bremer Stadtmusikanten begrüssten die Bewohner früh morgens schon mit schönen Klängen. Alle Familien bastelten gemeinsam eine kleine Trommel und ein Regenrohr. Es wurde wieder tüchtig gekleistert, gemalt und gehämmert – die Instrumente lassen sich nicht nur sehen sondern auch hören. Nach intensiven drei Tagen war es an der Zeit den Märchenwald Bewohnern die Möglichkeit zu geben, Meiringen (oder den Hexenwald) und dessen vielfältige Umgebung selbst zu entdecken. Einige Familien erkundeten die in Fussmarsch erreichbare Aareschlucht, tobten sich im Schloss eigenen Pool aus oder nutzen die Zeit um sich etwas zu erholen, den abends erwartete uns Besuch von den Märchenbewohern aus „Cembra“. Für die älteren Kinder gab es an diesem Abend noch ein spezielles Abendprogramm. Gemeinsam mit den junggebliebenen Leitern durften sie sich im Bowling messen!
 
Am nächsten Tag genossen die jüngsten Bewohner des Märchenwaldes einen „Eltern-freien-Tag“ mit der Unterstützung der Cembra-Märchen-Figuren. Morgens standen der Bau und die Dekoration von farbigen Lebkuchen-Häuschen auf dem Programm – alle Kinder waren mit vollem Elan dabei und zeigten ihr Können an den leckeren Objekten.
Einige der Märchenwald Bewohner durften nachmittags in der nahe gelegenen Turnhalle die spannenden Abenteuer des „Kasperlis“ mitverfolgen, die anderen banden sich ein Seil um und kletterten was das Zeug hält in der Meiringer Kletterhalle – es war ein gelungener Tag für alle! Und als die „Erwachsenen“ von ihrem Abenteuer heimkehrten, gab es auch für alle kein Halten mehr, ein stürmischer Empfang vor dem Sherlock Holmes Hotel erwartete die erholten Eltern.

Die Woche neigte sich langsam dem Ende zu. Die Märchenbewohner hatten bis dahin viel Kreativität in ihre Bastelwerke gesteckt, sei es nun ein wunderschön verzierter Spiegel, ein mächtiger Holz-Dolch oder eine nützliche Haarbürste, für jeden gab es etwas. So wurde am letzten Tag noch der letzte Schliff an diesen Kunstwerken vollbracht und da uns abends ein grosser Märchenball erwartete, gab es für die Eltern des Märchenwaldes einen intensiven Tanzkurs und die jüngeren durften sich professionell stylen und schminken lassen. Nebenbei wurde auch noch auf hohem Niveau Fussball gespielt – ein sportlicher Abschluss der Woche. Die Eltern lernten neben dem Walzertanz  auch den Disco-Fox und bewegten sich wie Profis auf dem Tanzparkett. Vielleicht gab es bei den Proben den einen oder anderen blauen Zehen, doch abends begeisterten sie die Kinder mit ihren Tanzkünsten. Das Tanzfieber spürten auch die jüngeren Märchenwaldbewohner und stürmten die Tanzfläche, so dass schlussendlich der ganze Märchenwald die Hüften schwang, ob jung oder alt! Eine kleine Abschlusszeremonie und ein letzter kleiner Schatz wurde den Familien noch überreicht, bevor das letzte Mal das kuschelweiche Bett in unserem Schloss rief.
Es war ein wunderschöner und mit Magie erfüllter Abschluss einer rundum gelungner Märchenwoche!

So eine Familieferienwoche der Kinderkrebshilfe Schweiz könnte nicht ohne ein einsatzfreudiges Team auf die Beine gestellt werden -
Ein grosser Dank an Daniela, Lilian, Patrick, Michelle, Salvia, Rut, Chantal, Yannick,
Robin, Edith, Clare und Stephan.

Natürlich wollen wir es nicht versäumen unseren grosszügigen Sponsoren zu danken,
welche uns Sach- sowie Geldspenden zur Verfügung gestellt haben – Herzlichen Dank!

Es war Daniela Dommens letzter Auftritt als Zauberfee im Märchenwald, zukünftig übernimmt Lilian Baumann     die Hauptleitung dieser Familienferien.

Liebe Daniela, Worte können unseren Dank nicht beschreiben für die Leistung, welche du in den letzten zwölf (!) Jahren gebracht hast! Sei es als Piratenbraut oder als Oberzwerg, alle teilnehmenden Familien verliessen die Ferienwoche jeweils mit leuchtenden und dankbaren Augen. Die grauen und trüben Herbsttage hast du zu strahlenden Sommertagen verwandelt und Familien die Zeit für einander gegeben, welche sie nach so schwierigen Zeiten dringend brauchten!

Deshalb Daniela, nochmals zum Abschluss – DEIN SONG!

Von fern und nah, kommen wir weit her
zu versammeln uns, im Märchenland!

Um zusammen stark und treu zu sein
Dass die Sonne lacht und über uns wacht!

Sit guet zwölf Jahr / Jede Herbscht sit den
Isch die guet Daniela / Immer tüchtig gsi

Ob i de Lenk / oder da im Holmes
Mal Priatebruut  / Mal als Zauberfee

Au wen mal d’Sprach / Echli verwirrig bracht
De Zuckerstock / denoch entfacht

Viel gsunge und tanz’d / und mitenander glacht
En grosse Dank / Für das was du hesch gmacht

Mir singed alle Adieu / wünsched nume s’bescht
Viel Freud und Glück / singed alle Adieu!     


Für das Leitungsteam in Meiringen
Clare Roggen
 

 

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Tim und Lily Portal