Bericht

Paartag 2015


In diesem Jahr nutzten 4 Paare die Gelegenheit, einen Tag lang über Ihre Erfahrungen als Mütter und Väter während einer Krebserkrankung ihres Kindes zu sprechen. In Männer- und Frauengruppen tauschten Sie sich über Anforderungen und Bewältigungsformen in dieser Krisenzeit aus. Väter seien im Normalfall zurückhaltender, weniger mitteilungsbedürftig. Mütter hingegen sprächen häufiger über das Schicksal. Die einen möchten alles über die Krankheit erfahren und recherchieren, die anderen besprechen sich hauptsächlich mit den Ärzten. In der gemeinsamen Runde zeigte sich auch, dass das Empfinden über die jeweilige Bewältigung der Krankheitsphase und die Zeit danach von den Partnern unterschiedlich wahrgenommen wird, z. B. braucht es nun fachliche Begleitung oder nicht. In einem weiteren Schritt zogen sich die Teilnehmer paarweise zurück und besprachen, was sie in dieser schwierigen Phase am anderen geschätzt haben. Die anschliessende Partnermassage genossen alle. Der Austausch untereinander gab neue Erkenntnisse und auch eine gewisse Bestätigung, dass solche Prozesse auch bei anderen geschehen und durchaus als normal gelten. Es zeigte sich auch, dass der Partnerschaft wieder mehr Raum gebührt, sind doch gemeinsame Zeiten als Paar während der Behandlung des Kindes rar oder oft auch von Müdigkeit geprägt.

Wir danken an dieser Stelle Andreas Dörner, Diplompsychologe mit langjähriger Erfahrung, dass er gewohnt souverän den Paartag für die Kinderkrebshilfe Schweiz geleitet hat.

Monika Bussmann

 

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Tim und Lily Portal