Bericht

Erholungs-Wochenende in Engelberg


18.30h Apéro und Kennenlern-Runde im Hotel Eienwäldli in Engelberg. Die meisten Teilnehmer waren wohl wie wir ein wenig aufgeregt. Mit einigen wenigen Ausnahmen kannte man niemanden. Das Einzige, was man wusste war, dass es alles Menschen waren, die das gleiche Schicksal erlitten hatten: ein Kind an Krebs verloren zu haben. Obwohl man sich  noch nicht kannte, verband das Schicksal uns.

Alle stellten sich vor und beschrieben in einigen Sätzen, wie sie ihr Kind verloren hatten. Jedes Schicksal berührte sehr, man war nicht alleine in seiner Trauer. Zum Glück konnten wir kurze Zeit später zu Tisch gehen und das wunderbare Nachtessen geniessen. Einige plauderten über ganz alltägliche Dinge und andere hatten das Bedürfnis noch mehr zu erzählen.

Das Essen war wirklich köstlich. Am Schluss gab es noch ein „lustiges Dessert-Raten“. Man rätselte über die Zutaten nach und war sich nicht ganz einig über die „Geheimzutat“. Das Essen (und wohl auch der gute Wein) lockerte die Stimmung zusehends! Es wurde viel gelacht .

Einige Teilnehmer waren müde und gingen irgendwann auf das Zimmer, einige gönnten sich noch einen „Schlummertrunk“.

Am nächsten Morgen sah man sich beim Frühstück. Ein perfekter Start in einen wunderschönen Tag. Mit Gratisbus ging es gegen 10.15 Uhr Richtung Bergbahn. Dort nahmen wir die Gondel und fuhren bis Station „Trübsee“. Trüb war es wirklich noch. Aber nichtsdestotrotz machten wir uns auf einen gemütlichen Spaziergang rund um den See. Vor dem ersten Beizli (das übrigens auch das einzige war) haben wir ein Gruppenfoto gemacht. Danach hiess es: Mittagessen. Frisch gestärkt ging es dann später weiter. Unsere Wege trennten sich zum Teil für den Rest des Nachmittages. Einige von uns fuhren mit der Gondel wieder nach Engelberg hinunter, andere fuhren bis zum Jochpass und der Rest wanderte bis ins Dorf hinunter. Es war gemütlich und alle kamen wohlbehalten wieder im Hotel an. Einige sahen sich dann beim „Wellness“ wieder.

Am Abend traf man sich dann wieder beim Abendessen. Dieses Mal liess das Dessert keinen Platz für Spekulationen: der Fall war klar!! Der Abend verlief wieder gemütlich. Wie schön, dass wieder so viel gelacht wurde!

Am nächsten Morgen traf man sich wieder zum Frühstück. Einige verspürten tatsächlich so was wie Muskelkater!! Danach gingen wir zusammen an den Fluss, und alle bauten ein „Steinmandli“. Zuerst jedoch haben wir zum Gedenken an unsere Kinder ein Lied gesungen, was für einige von uns sehr emotional war. Beim „Steinmandli-Bauen“ waren wir in unseren Gedanken versunken. Die Stimmung am Wasser war so friedlich, die Sonne schien wunderbar.

Tja, und dann hiess es schon, Abschied nehmen. Einige fuhren nach Hause, andere blieben noch ein wenig und genossen das wunderschöne Wetter.

Es war ein gemütliches und ganz wunderbares Wochenende. Das erste in dieser Art für die meisten Teilnehmer. Ein Wochenende wo man den Tränen freien lauf lassen aber auch herzhaft lachen konnte. Und genauso wollen es sicher auch unsere Kinder von uns: das wir jeden Moment geniessen und nach den Tränen auch wieder viele glückliche Augenblicke geniessen können.

 

Danke an alle, die uns diese schönen Tage ermöglicht haben.

 

Giusy Schaller

 

 

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