Bericht

Kinderkrebshilfe genehmigt 122 Gesuche


Jährlich erkranken in der Schweiz etwa 250 Kinder an Krebs. „Der Krebs begleitet betroffene Familien ein Leben lang“, sagt Daniela Dommen, Präsidentin der Kinderkrebshilfe Schweiz. Sie und der Vorstand, sowie die 409 Aktivmitglieder wissen dies aus eigener Erfahrung. Nebst begleiten und unterstützen der betroffenen Familien liegt die Stärke der Kinderkrebshilfe im Bereich „Ferien und Aktivitäten“-Angebot.  „Da sind wir einmalig, bestimmt auch deshalb, weil wir den Fokus aus eigener Betroffenheit heraus auf die ganze Familie richten und nicht <nur> das erkrankte Kind ins Zentrum setzen“, sagt Geschäftsleiterin Birgitta Setz. Angeboten werden beispielsweise Familienferien, Geschwister-Wochenende, Wellness-Wochenende für Väter und Mütter und neu ein Wochenende für Paare oder Einzelpersonen, die ihr Kind an Krebs verloren haben. „Sie können auftanken oder einfach entspannen“, ergänzt Birgitta Setz. Zum ersten Mal wurde im vergangenen Jahr eine Ferienwoche für junge Menschen mit Krebs unter dem Dach der Kinderkrebshilfe Schweiz durchgeführt.

 

Das Nachsorge-Projekt

Ein neues Projekt der Kinderkrebshilfe Schweiz ist die Nachsorge. Es beteiligen sich daran die SPOG (Schweizerische pädiatrische Onkologie-Gruppe), das Kinderkrebsregister, ehemals Kinderkrebs-Betroffene (Survivors) und die Kinderkrebshilfe Schweiz.  Sie alle wünschen sich von Kliniken, dass onkologischen Patienten ein Austrittsbrief abgegeben wird, in dem Empfehlungen für die weitere Behandlungen aufgelistet sind. Dieser Austrittsbrief soll einheitlich in der ganzen Schweiz abgegeben werden. 

1,6 Millionen Franken Spenden

Die Kinderkrebshilfe Schweiz finanziert sich fast ausschliesslich aus Spenden.  2012 sind 1,5 Franken eingegangen. So konnten 2012 insgesamt 122 Anfragen für finanzielle Unterstützung positiv beantwortet werden. Es wurden insgesamt 273‘474 Franken ausbezahlt. Der Hauptanteil der Gesuche betraf die Vergütung der Reisekosten, nämlich 111‘533 Franken.  Weiter leistete die Kinderkrebshilfe Schweiz finanzielle Beiträge zur Überbrückung in Notlagen, Übernachtung und Verpflegung für Begleitpersonen im Spital oder im Ronald-Mc-Donald-Haus.  „Von diesen 1,5 Millionen  Franken Spenden haben wir insgesamt 1,1 Millionen Franken für Direktbetroffene eingesetzt“, erklärt Birgitta Setz.    

Der Kinderkrebshilfe Schweiz gehören die Elterngruppen Aarau, Bern, Ostschweiz und neu Basel an.  Die 25. Mitgliederversammlung fand in Niederbüren (SG) statt. (pd)

 

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Tim und Lily Portal